Autor: Petra

Spatz

falsche Freunde
Tja, da denkt man, man kann sowohl Tschechisch als auch Deutsch. Spatz heißt auf Tschechisch špaček, ist doch klar! Aber weit gefehlt! Spatz heißt auf Tschechisch vrabec und dem tschechischen Vogel špaček entspricht im Deutschen der Vogel Star.

Slawischer Wortschatz

slawische Sprachen
Bekannterweise sind sich die slawischen Sprachen sehr ähnlich, so auch in ihrem Wortschatz. Es gibt aber eine ganze Reihe von tschechischen Wörtern, die in anderen slawischen Sprachen eine ganz andere oder gar gegensätzliche Bedeutung haben. So bedeutet das tschechische Wort nápoje (dt. Getränke) im Kroatischen Schweinefutter. Das tschechische Wort vonět (dt. duften) bedeutet im Polnischen stinken (Kein Wunder, dass es Kriege gibt). Erstaunt muss ein Tscheche auch sein, wenn ein Pole sagt, er gehe in den Keller etwas doszukać (dt. suchen), denn im Tschechischen bedeutet šukat etwas anderes, nämlich fic..en.Also Tschechen, wenn es auf polnischen Seiten auf einem Button heißt szukej!, dann heißt es suche! und nichts obszönes.Kennt ihr den tschechischen Film Kolya? Da streiten sich der kleine

Du hast Glück

germanismen
Du hast Glück sagt man auf Tschechisch Máš štěstí oder auch mit einer deutschen Entlehnung Máš kliku. Man schreibt deutsche Entlehnungen im Tschechischen mit k statt mit g, genauso wie in anderen Beispielen (tsch. okurka > dt. Gurke) Statt ü schreibt man i, weil es den Buchstaben ü im tschechischen Alphabet nicht gibt. Am Ende des Wortes schreibt man u, weil es die Akkusativ-Form des Wortes klika anzeigt.klika hat übrigens auch eine zweite Bedeutung im Tschechischen und zwar Türgriff.

Palatschinken

bohemismen, gastronomie
Der Name der beliebten tschechischen Nachspeise Palatschinken kam aus dem Rumänischen, das für das Wort Kuchen das lateinische Wort Placenta entlehnt hat. Die Tschechen haben es zu palačinky entlehnt und die Deutschen und Össtereicher zu Palatschinken, was nichts mit Schinken zu tun hat.

Alexander von Bach

ohne tag
Alexander von Bach war Justiz- und Innenminister der östereichisch-ungarischen Monarchie, deren Teil auch Tschechien war. Sein Name hat sich in der tschechischen Sprache in der Redewendung Dej si bacha! (dt. Gib acht!) verewigt.