Homophone mit y und i

Die zwei Vokale y und i werden in der tschechischen Sprache außer in manchen Dialekten mittlerweile beide gleich als ein i ausgesprochen.

Zum Vergleich die deutsche Aussprache von Ypsilon:
Mythos: hier wird das y als ü gesprochen, wie im Wort müde
Physik: hier wird das y als ein Laut zwischen dem i und dem ü ausgesprochen.

Dadurch, dass im Tschechischen y und i die gleiche Aussprache haben, sind sie die häufigste Fehlerquelle beim Verfassen von Texten.  Die fälschliche Verwendung von y und i wäre weiter nicht so schlimm, wenn damit nicht manchmal ein Bedeutungswechsel verbunden wäre:

být vs. bít (dt. sein vs. schlagen)
bydlo vs. bidlo (dt. Lebensunterhalt vs. Stange)
byt vs. bit (dt. Wohnung vs. Bit)
býlí vs. bílí (dt. Unkraut vs. Weißen)
babyčka vs. babička (Deminutiv von javor babyka, dt. Feld-Ahorn vs. Großmutter)
lýčený vs. líčený (dt. aus Phloem vs. geschilderten)
my vs. mi (dt. wir vs. mir)
mýt vs. mít (dt. waschen vs. haben)
pysk vs. pisk (dt. Lippe vs. Gepfiffe)
pyj vs. pij! (dt. Penis vs. trink!)
výr vs. vír (dt. Uhu vs. Wirbel/Strudel)
výt vs. vít (dt. heulen vs. flechten)
výskat vs. vískat (jaulen dt. vs. Haare ‚durchforsten‘)

Die schwierige Wahl entweder ein i oder ein y zu schreiben, hat man nur nach den Buchstaben b, f, l, m, p, s, v und z. Hinter anderen Buchstaben kann man nichts falsch machen, wenn man weiß, dass hinter den Buchstaben š, ť, ž, ď, ň, ř und č immer ein i und hinter den restlichen Buchstaben immer ein y geschrieben wird.

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